top of page

pleil 198X-...

Eine fast typische Geschichte. In den letzten Atemzügen der verrückten Achtziger Jahre, und vor Beginn der Grunge-Explosion Anfang der Neunziger, kauft sich Marco Pleil mitten in der Pubertät einen elektrischen Bass. Einfach so. Oder besser gesagt: hauptsächlich um zur Musik von New Order, Joy Division, The Cure und The Sisters Of Mercy vor der heimischen Musikanlage einfach ein bisschen den Rock ’n‘ Roller zu mimen. Kurze Zeit später wird er in der Schule angesprochen, ein Bassist in der Schulband wird gesucht. „Okay, was soll‘s“ dachte er sich, auch wenn er bis dato noch keinen Ton greifen konnte: „Das lernst Du beim Spielen“. Dann passiert alles Schlag auf Schlag. Neben den Schulbandproben wächst dann der Wunsch was Eigenes zu machen: erst Coverversionen der New Wave-Ära spielen, dann langsam, aber sicher Eigenkompositionen ausdenken. Konzerte, Rockwettbewerbe, Kassetten mit Demoaufnahmen, immer mehr und dauernd. Dann die Idee einer Coverversion von Boomtown Rats‘ „I Don’t Like Mondays“, die der Band (die mittlerweile unter dem Namen „Strange“ firmiert, benannt nach dem Cure-Song „A Strange Day“) schließlich einen Plattenvertrag und ein Konzert bei „Rock am Ring“ beschert. Ein Album sollte folgen, noch mehr Konzerte, keine Charts, Enttäuschung, Ernüchterung und schließlich Trennung von "Strange".

Nach zwei Jahren Kreativpause entscheidet sich Marco 1998 alleine weiterzumachen, irgendwie: Gitarre kaufen, Computer und irgendwas zusammenbauen. Projekt-Name: „Cloudberry“, wieder benannt nach einem Cure-Song. Einer Demo-EP folgt 1999 ruckzuck ein Plattenvertrag bei der EMI und schneller als man hören konnte auch folgend die Kündigung. Trotzdem weitermachen. Und irgendwann wurde aus dem Wohnzimmerprojekt (wieder) eine Band. Innerhalb von 14 Jahren haben „Cloudberry“ vier Alben veröffentlicht und zahlreiche Konzerte, u.a. als Support für große Namen wie Editors, Ash, Nada Surf, Rival Schools, We Are Scientists und eine Osteuropa-Tour, gespielt. 2012, nach dem (vorerst) letzten Album „The Closer We Get“, dann der Supergau. Implosion, das Ende von "Cloudberry"!

Marco braucht Abstand von allem, will aber trotzdem weitermachen und entscheidet sich letztendlich für einen Neustart: solo, unter seinem eigenen Namen, endgültig. 2013 veröffentlicht er seine erste Pleil-Digital-EP „Punkt.statt,Komma“ mit drei Songs. Allein mit seinem Herzklopfen und bewaffnet nur mit seiner elektrischen Gitarre eröffnet er Konzerte u.a. für Therapy?, Tim Neuhaus (Clueso), Tom Liwa, Masha Qrella, Clap Your Hands Say Yeah & Parquet Courts. Er gibt den Opener bei einem Metal- Festival, begeistert beim 2016’er Maifeld Derby und erlebt intime Shows in kleinem Rahmen.

​"Dazu spielt er auf seiner Gitarre kein Lagerfeuergeklampfe, sondern eine schillernde Rockgitarre, die irgendwo zwischen dem frühen David Bowie und spätem Postpunk rumbrummte.“ (echo-online.de)

​2015 erfüllt er sich einen großen Wunsch und produziert mit Erdmöbel-Bassist und –Produzent Ekki Maas erste neue Songs.

„Das mündet darin, dass er in Eigenregie eine CD-Single herausbringt, die Erdmöbel-Ekimas produziert hat. Das hat dieser Tage ja schon fast Retrocharakter, ist jedoch im Text und Atmosphäre so nah, dicht und persönlich, dass es den Hörer kaum loslassen kann.“ (luserlounge.blogspot.de)

„Der Billy Bragg von Frankfurt“

(Ekki Maas/Erdmöbel)

2019 steht die erste Albumproduktion mit Produzent Christian Bethge (u.a. Heim, Laura Carbone, Stella Sommer, Gewalt) im RAMA Tonstudio Mannheim auf dem Plan. Und zwischendurch immer wieder Konzerte, u.a. als Support für The Wedding Present, Wayne Hussey (The Mission), Tito & Tarantula und Kevin Devine.

Das erste Pleil-Album "Die Spur des Kalenders" erscheint am 10.04.20 auf CD/digital über Timezone. Dann kam Corona, mitten in der Release-Phase. Chaos, Ratlosigkeit, die Welt und die Kultur steht wortwörtlich still. Irgendwie fliegt Marco dann der Rettungsring in Form eines Stipendiums der Hessischen Kulturstiftung zu: "Hessen kulturell neu eröffnen". Also zurück ins RAMA-Studio und zwei neue Songs für eine Vinyl-Single aufgenommen, die am 05.03.21, wiederum über Timezone Records, erscheint! Es geht irgendwie weiter...

Dachte man, Zweckoptimismus. Heute haben wir 2022. Marco kann die letzten zwei Jahre 22 zusammengestückelte Konzerte spielen, inkl. seltsamer Streaming-Show-Erfahrung. Er bewirbt sich wieder für ein Stipendium (GEMA „Neustart Kultur“), bekommt dieses genehmigt und kann somit das zweite Pleil-Album in Angriff nehmen. Mit einer randvollen Tasche an Demos schreibt er das „Bear Cave Studio“ in Köln an, das bandeigene Studio der Band „Locas in Love“. Es folgt ein Test-Aufnahmetag und die Entscheidung: das machen wir so!

"Keine Zeit", das zweite PLEIL-Album, erscheint am 01.07.22 als Doppel-CD (12 Songs, inkl. Bonus-CD "Mehr Zeit" (die 2 Songs der "Liebe Grüße!/Jazz ist keine Option" Vinyl-Single, die 3 Songs der "Punkt.statt,Komma"-EP, sowie exclusiv den "Punkt.statt,Komma (Gustav-Jäger-RMX)")

 

Discographie (solange die Erinnerung reicht):

 

 

STRANGE:

 

1990 – 1994 verschiedene Demo-Tapes (Kassetten!) mit Studio- und Live-Aufnahmen.

1995 CD „Love & Other Atrocities“ mit 5 Titeln in Eigenregie (Rockwerk Records) veröffentlicht.

1996 Re-Release CD „Love & Other Atrocities“ in den USA (!) über Mausoleum Records.

1996 CD-Album „Strange“ mit 13 Titeln, erschienen über YUMA Records, Release in den USA als Strange „Laramie“ über Mausoleum Records.

1996 Vinyl 10“ „I Don’t Like Mondays/Vice Versa“ über YUMA.

1996 – diverse Song/CD-Samplerbeiträge, u.a. „Sound Of Frankfurt“, „Crossboarder Traxx“.

 

CLOUDBERRY:

 

1999 “Playground Crisis”-EP (Promo)

2000 “Mother of Creation” (Single/EMI, wurde zurückgezogen!)

2003 “Elijah” (Album/A Cloudberry Release/ALIVE!)

2005 “Destroyer” (Album/Saint Records/Broken Silence)

2007 “Graceful & Light” (Album/Fastball Music/Sony BMG)

2011 “The Closer We Get” (Album/Welcome Home Music/Rough Trade) / incl. 2 Single-Auskopplungen (digital)

2002-2011 diverse Song/CD-Samplerbeiträge, u.a. Wahrschauer Magazin, Zillo, OX-Magazin.

 

PLEIL:

 

2013 „Punkt.Statt.Komma“-EP (Digital Release/Pleil/Freibank)

2017 „Zerstörer“ CD-Samplerbeitrag Ox-Magazin-Sampler.

2018 „Zerstörer/Gemeinsam Einsam“ (Digital Release/limited CD-Single/Pleil/Freibank)

2020 "Kleiner Mann" CD-Samplerbeitrag Ox-Magazin-Sampler

2020 "Die Spur des Kalenders" CD-Album/digital (Timezone Records)

2020 "Kleiner Mann (Superhelden RMX)" Digital-Single (Timezone Records)

2021 "Liebe Grüße!/Jazz ist keine Option" Vinyl-Single/digital (Timezone Records)

2022 "Keine Zeit" Doppel-CD-Album/digital (Timezone Records)

bottom of page